Das Wichtigste in Kürze
- Wenn du in einem Block drehst und die Posts über die Woche verteilst, sparst du dir den größten Teil der täglichen Arbeit.
- Drei Formate, die du wiederholen kannst, lassen sich leichter durchhalten als jeden Tag eine neue Idee.
- Profilbesuche und Klicks auf deine Tracking-Links sagen dir mehr über einen Post als Aufrufe.
Wie sieht eine Woche mit drei Stunden aus?
| Tag | Aufgabe | Zeit |
|---|---|---|
| Montag | Vier bis sechs Clips drehen, jugendfrei und innerhalb der Regeln der jeweiligen Plattform | 90 Min. |
| Dienstag | Schneiden, Texte schreiben, einplanen und zur Freigabe schicken | 45 Min. |
| Mittwoch bis Sonntag | Die Posts gehen an festen Tagen online, und du beantwortest Kommentare | 25 Min. insgesamt |
| Freitag | Reichweite, Profilbesuche, Link-Klicks und investierte Minuten prüfen | 15 Min. |
Das sind grob drei Stunden, wobei die Zeiten nur als Planungswert gedacht sind und du sie an dein eigenes Tempo anpassen solltest. Wenn ein Team Schnitt, Einplanen und Posten übernimmt, bleiben für dich nur noch das Drehen und das letzte Ja oder Nein.
Welche Formate lohnen sich zum Wiederholen?
Ein Format ist eine Vorlage, bei der die Struktur gleich bleibt und nur der Inhalt wechselt. Für den Anfang reichen drei davon, solange sie innerhalb dessen bleiben, womit du dich wohlfühlst und was die Plattform erlaubt.
- Eine kurze Geschichte: 15 bis 20 Sekunden über eine Kleinigkeit aus deiner Woche oder deiner Arbeit, etwa einen Drehtag, der schiefgelaufen ist.
- Eine Antwort: eine kurze Antwort auf eine Frage, die Follower dir immer wieder stellen, ohne etwas Explizites.
- Ein neu geschnittener Clip: ein jugendfreier Ausschnitt aus Material, das du schon gedreht hast, mit einem neuen ersten Satz.
Aus einem Dreh entstehen meist mehrere Posts, zum Beispiel ein Teaser, ein Detail in Nahaufnahme, eine kurze Geschichte zum Tag, eine Version, die vor allem über den Text funktioniert, und ein Standbild. Jede Plattform sollte ihren eigenen Schnitt und Text bekommen, weil sich Formate, Regeln und Publikum unterscheiden. Wo dein Hauptaufwand liegen sollte, klärt der Ratgeber zum Traffic-Mix, und ein Marken-Steckbrief auf einer Seite sorgt dafür, dass alles nach dir klingt.
Woran erkennst du, ob ein Format funktioniert?
Für jeden Post notierst du Reichweite, Profilbesuche, Klicks auf den Tracking-Link und den Zeitaufwand, und du vergleichst alle Posts nach derselben Zeit, zum Beispiel 48 Stunden nach der Veröffentlichung. Zehn Klicks sagen noch nicht, welches Format besser war, dafür brauchst du mehr Daten. Ein Video mit vielen Aufrufen und ohne Profilbesuche macht dich vielleicht bekannter, bringt dir diesen Monat aber kaum neue Abonnenten.
Bevor du ein Format streichst, solltest du es noch ein paar Mal mit einem anderen Einstieg versuchen, denn ein schwacher Post sagt wenig aus, vier schwache Posts mit klaren Zahlen dagegen schon. Was gegen deine Grenzen oder die Regeln einer Plattform verstößt, stoppst du sofort, auch wenn die Zahlen gut aussehen.
Instagram hat im Dezember 2024 die Trial Reels eingeführt, mit denen ein Reel zuerst Leuten gezeigt wird, die dir nicht folgen. Die Verfügbarkeit kann sich ändern, deshalb solltest du in deinem Account nachsehen. Auch für Trial Reels gelten die Regeln der Plattform, und Reichweite garantieren sie nicht.
Wie läuft die Freigabe, wenn ein Team für dich postet?
Wir schicken dir Ideen und fertige Posts zur Freigabe, bevor etwas online geht. Deine Grenzen legen wir einmal gemeinsam fest und schreiben sie auf, also zum Beispiel, ob dein Gesicht zu sehen sein darf, ob man deinen Wohnort erkennen könnte und was sonst nicht gezeigt werden soll. Danach musst du einen Post meist nur noch mit dieser Liste abgleichen und nicht jede Woche alles neu erklären. Mehr dazu steht auf der Seite zum Social-Media-Marketing.
Wie sieht der erste Monat aus?
In der ersten Woche schreibst du deine Ausgangswerte auf (Profilbesuche und Link-Klicks pro Woche), dazu deine Grenzen und deine drei Formate, und du legst pro Kanal einen Tracking-Link an. In der zweiten und dritten Woche läuft der Ablauf genau wie geplant, ohne dass du etwas verstellst, damit du saubere Zahlen bekommst. In der vierten Woche vergleichst du die Profilbesuche pro Post und pro Stunde, investierst mehr Zeit in dein bestes Format und streichst das schwächste.
Ein Monat reicht, um zu sehen, welches Format deine Zeit wert ist. Was die Monate danach bringen, kann er dir nicht sagen, und ein bestimmtes Ergebnis würden auch wir nicht versprechen.
Häufige Fragen
Wie oft sollte ich auf Social Media posten?
Du wählst am besten eine Zahl, die du drei Monate lang durchhältst, zum Beispiel drei Posts pro Woche auf deinem Hauptkanal, und erhöhst sie erst, wenn dir das leichtfällt. Ein Rhythmus, den du hältst, bringt dir mehr als eine kurze Phase mit vielen Posts.
Soll ich dasselbe Video auf allen Plattformen posten?
Nein, jede Plattform sollte ihren eigenen Schnitt und Text bekommen. Formate, Regeln und Publikum unterscheiden sich, und eine Datei, die überall gleich eingefügt wird, passt oft nirgends richtig.
Was sollte ich nie nur für die Reichweite posten?
Nichts, was außerhalb deiner Grenzen oder der Regeln einer Plattform liegt, weil Reichweite durch Inhalte, die zu einer Sperre führen, dich mehr kostet, als sie bringt. Wenn du dir bei einem Format unsicher bist, prüfst du zuerst die aktuellen Regeln oder lässt es weg.
Möchtest du deine Woche lieber mit Drehen als mit Planen verbringen? Erzähl uns kurz von deiner Seite, dann melden wir uns innerhalb von 12 Stunden.